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RubrikFahrzeugtechnik zurück
ThemaDrehleitern allgemein (mit und ohne GL)2 Beiträge
AutorUlri8ch 8C., Düsseldorf / NRW558450
Datum14.05.2009 07:20      MSG-Nr: [ 558450 ]6167 x gelesen

Hallo,

hier die einleitenden Sätze aus
http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/einsatzfahrzeuge_-_typen.html

Am Schluß kommt auch was im Detail zur GL-/Knickleiter...


3.7.2Drehleitern DL(K)

Eine Drehleiter ist ein Hubrettungsfahrzeug. Sie besteht aus Fahrgestell und Aufbau, eingerichtet zur Aufnahme einer Besatzung von drei FA und einer feuertechnischen Beladung sowie einem Hubrettungssatz, bestehend aus einem Leitergetriebe mit aufricht-, ausfahr- und drehbarem Leitersatz mit oder ohne Rettungskorb.
Hubrettungsfahrzeuge werden vorrangig zur Rettung von Menschen aus Notlagen, weiterhin auch zur Durchführung technischer Hilfeleistungen und zur Brandbekämpfung verwendet.

Zur Entwicklung der Drehleitern und den verschiedenen in der Historie gebauten Ausführungen vgl. GIHL, 1984, 1987, 1995, 1998, 2000; sowie HASEMANN, 2000.

Ende 2005 wurden der europäischen Normung folgend zwei neue Normen verabschiedet, die die DIN 14701 zusammen mit der DIN EN 1777 ablösen:
- DIN EN 14043:2006-01 „Hubrettungsfahrzeuge für die Feuerwehr – Drehleitern mit kombinierten Bewegungen (Automatikdrehleitern ) – Sicherheits- und Leistungsanforderungen sowie Prüfverfahren“
- DIN EN 14044:2006-01 „Hubrettungsfahrzeuge für die Feuerwehr – Drehleitern mit aufeinander folgenden (sequentiellen) Bewegungen (Halbautomatik-Drehleitern) – Sicherheits- und Leistungsanforderungen sowie Prüfverfahren

Die deutschen Vertreter im CEN konnten erreichen, dass die sicherheitsrelevanten Anforderungen aus der DIN 14701 in diese beiden Normen eingearbeitet wurden. Die Auslegung der Fahrzeuge ist im übrigen gleich. Es gibt zukünftig Höhenklassen mit den Werten 18, 24 und 30 m, in die diese eingeteilt werden. Diese entsprechen damit fast den früher schon einmal dagewesenen Werten mit DL(K) 18, 22 bzw. 30. Auch die Gesamtmassen der Fahrzeuge wurden neu definiert. Sie reichen dann von 13 bis 15 t (siehe Tabellen in Anhang 7.3.3). Bezüglich der Rüstzeiten hat man sich auf maximal 180 Sekunden geeinigt, wenn der Rettungskorb angebaut werden muss, bzw. auf 140 Sekunden, wenn dieser bereits montiert ist (z.B. als Stülp- oder Klappkorb).

Die Beladungstabellen der DIN EN 14043 bzw. 14044 wurden aus den alten Normen übernommen, da im Rahmen des EU-Normungsvorhabens keine Änderungen/Ergänzungen möglich waren. Dies bedeutet, dass z.B. die Beladung mit Zubehör/PSA für die Kettensäge NICHT den Vorgaben der FUK entspricht. Diese fordert je Kettensäge zwei Sätze PSA, vgl. neuere Normen für Löschfahrzeuge etc.

Der Beschaffer muss sich in Zukunft bei Neuanschaffungen noch mehr informieren und ganz genau prüfen, welches Gerät benötigt wird.
Soll es ein TM oder ein GM sein, müssen Anforderungen, die über die DIN EN 1777 gefordert werden, auch expliziert beschrieben und gefordert werden. Man kann sich nicht mehr auf den „momentanen“ Standard beziehen, den diese Fahrzeuge erreicht haben, denn sie wurden bisher an die DIN 14701 „angelehnt“ und unterliegen jetzt eben nur noch allgemein der DIN EN 1777.

Bei den Drehleitern kann man aufgrund der Anpassung an die deutsche 14701 davon ausgehen, dass der hohe Sicherheitsstandard erhalten bleibt und auch bei Neubeschaffungen keine großen Probleme zu erwarten sind. Aber Vorsicht ist auch hier geboten! Sollte sich in den Ausschreibungsunterlagen ein „Tippfehler“ einschleichen und anstelle der gewünschten DL nach DIN EN 14043 am „Ende“ eine „4“ stehen (oder man gar keine präzisierende DIN angegeben haben), darf man sich zwar noch sehr freuen, wenn erheblich preiswertere Angebot als bisher eintreffen, man darf sich aber dann nicht wundern, wenn bei der Bedienung erheblich längere Rüstzeiten und ungewohnte „Fahrsituationen“ im Korb entstehen. Eine gebrauchte vollautomatische DL kann unter Umständen sogar die bessere Wahl sein. Weitere Informationen siehe THORNS, 2005.

Wenn eine DL einen Korb mitführt, oder angebaut hat, war die Bezeichnung bis Ende 2005 DLK, künftig wird die Bezeichnung erweitert werden.
- DLA (K) (23/12) (für automatische DL(K) nach DIN EN 14043:2006-01)
- DLS (K) (23/12) (für sequentielle DL(K) nach DIN EN 14044:2006-01)
Das „K“ als Zusatz bleibt wie bisher für die Leitern mit Korb erhalten.

Da taktisch eine Unterscheidung der vollautomatischen von den sequentiellen Drehleitern offensichtlich bisher nicht geplant (z.B. über die 2. TKZ im Funkrufnamen, vgl. Anhang 6.2) - und nach unserer Auffassung auch nicht notwendig ist und es auch zum Zeitpunkt der Drucklegung noch keine danach gebauten Fahrzeuge gab, bleiben wir bei den bisherigen und bekannten Bezeichnungen.

Heute sind Drehleitern viel mehr als reine Rettungsgeräte, um Personen aus höher gelegenen Stockwerken zu retten. Sie haben sich zu sehr vielseitigen Arbeitsgeräten gewandelt. Fabrikats- und ausführungsabhängig kann fast jede Drehleiter auch zum Anschlagen oder sogar Heben von Lasten benutzt werden. Die jeweiligen Werte und Möglichkeiten variieren sehr stark.
Der Korb hat zweifellos dazu beigetragen, dass Drehleitern heute für die unterschiedlichsten Aufgaben eingesetzt werden können. Für den Korb gibt es daneben eine Vielzahl von weiterem Zubehör wie z.B. Krankentragenlagerung, Werferaufsatz, Scheinwerfer, Wenderohr, Aufsätze für Kameras und Druckventilatoren. Der Korb ist heute in aller Regel bereits am Leiterpark montiert und wird automatisch bei Inbetriebnahme aufgerichtet. Dies spart zwar im Vergleich zu früher viel Zeit, erfordert aber auch eine aufwändigere und damit anfälligere Technik. Muss für bestimmte Lagen (z.B. Verwendung als Brücke, oder Fahrt mit dem Leiterpark durch enge Hindernisse, größere Reichweite) der Korb abmontiert werden, dauert es auch länger als früher.
Vgl. auch Kap. 3.7.1.4.

Abb. 3.7.2/1: Magirus DLK 23/12 n.B. CC GL der BF Herne auf IVECO-Magirus 150E28. (Foto: Olaf Tampier, Dortmund)

Abb. 3.7.2/2: DLK 23/12 CC GL-T. Auf der Interschutz 2005 wurde von Magirus die Weiterentwicklung der Gelenkleiter mit einem teleskopierbaren Gelenkteil vorgestellt. (Foto: Iveco Magirus, Ulm)

Das CC steht für Computer Controlled und die Abkürzung GL steht für Gelenkleiter. Diese DL hat einen 5-teiligen Leiterpark, der hinter der Kabine abgelegt wird. Am oberen Leiterteil ist ein ca. 3,5 m langes Leiterteil montiert, das hydraulisch um 75° nach unten abgewinkelt werden kann. Damit läßt sich der Korb gut an weit zurückversetzte Dachgauben manövrieren, oder an Kaimauern oder Brücken weit Unterflur absetzen. Die Gelenk-Drehleiter erfüllt alle Auflagen der DIN und das Gelenkteil wird lediglich als eine Zusatzeinrichtung betrachtet. Der taktische Nachteil der DLK 23/12 CC (CS) GL im Vergleich zu konventionellen DLK vergleichbarer Bauart liegt im höheren Gewicht des Leiterparks – und damit einer im direkten Vergleich geringeren tatsächlichen Rettungshöhe bzw. Ausladung. (Dies kann durch das 2005 vorgestellte teleskopierbare Gelenkteil zwar wieder ausgeglichen werden, ist aber noch aufwändiger und teurer.) Außerdem muss beachtet werden, dass eine DLK 23/12 CC (CS) GL im Fuhrpark noch lange kein Grund ist, auf Forderungen des vorbeugenden baulichen Brandschutzes zu verzichten (z.B. Anleitermöglichkeiten auch an Dachgauben), weil auch bei Fahrzeugausfall – oder Unterstützung durch weitere Drehleitern anderer Standorte – eine Rettung möglich sein muss. Eine optisch nicht gerade schöne, aber durchaus zweckmässige und vor allem preiswerte Alternative ist in Abb. 3.7.2/3 dargestellt.

Abb. 3.7.2/3: Nachträglich montierte Plattform zum Ausstieg aus einem Dachflächenfenster. (Foto: Zawadke)


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mit privaten und kommunikativen Grüßen


Cimolino

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 14.05.2009 07:20 Ulri7ch 7C., Düsseldorf
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Drehleitern allgemein (mit und ohne GL) - Feuerwehr-Forum / © 1996-2017, www.FEUERWEHR.de - Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Mayer, Weinstadt